Sind Kohlenhydrate für dich die richtige Energiequelle?
Kohlenhydrate - Gut oder böse?
Hast du schon einmal von den „bösen Kohlenhydraten“ gehört? Du sollst, wo immer möglich, auf sie verzichten bzw. bloß nicht zu viel davon verzehren. Im umgekehrten Fall nimmt dein Körper Schaden und du läufst Gefahr, im krankhaften Sinne fettleibig zu werden.
Ob dem wirklich so ist, oder den Kohlenhydraten sogar Positives zugeschrieben werden kann, versuchen wir im aktuellen Gesundheitstipp zu beleuchten. Denn nicht zuletzt zählen Kohlenhydrate unbestreitbar zu den essentiellen Nährstoffen und damit zu jenen Nahrungsbestandteilen, welche für die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen unseres Organismus unerlässlich sind.
Energie für Körper, Geist und Seele
Vereinfacht erklärt sind Kohlenhydrate Substrate, die unserem Körper Energie in Form von Zucker bzw. Glucose liefern. Diese Energie wiederum wird benötigt, um vielfältige Körperfunktionen (Denken, Bewegen, Atmen, Verdauen u. v. m.) aufrechtzuerhalten. Zwar kann die benötigte Energie auch aus Fetten sowie in Notfällen aus Eiweiß/Proteinen gewonnen werden. Zeitlich verlaufen die dazugehörigen Stoffwechselprozesse jedoch sehr langsam. Mitunter hinken sie dem eigentlichen Bedarf hinterher. Müdigkeit, körperliche Schwäche, Unkonzentriertheit, Unausgeglichenheit und andere Symptome können die Folge sein. Ein Auffüllen unserer Kohlenhydratspeicher (u. a. Muskeln und Leber) wirkt diesen Phänomenen entgegen.
Je komplexer, desto besser
Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass wir hinsichtlich gesundheitlich positiver und negativer Wirkungen zwischen komplexen und einfachen Kohlenhydraten unterscheiden müssen. Letztere kommen vor allem in süß bzw. sehr süßschmeckenden Lebensmitteln (Süßigkeiten, Limonaden, Kuchen, Kekse etc.) vor und liefern in kürzester Zeit sehr viel Energie. Wird diese nicht verbraucht, drohen auf Dauer körperliche, geistige und ggf. auch seelische Einschränkungen.
Komplexere Kohlenhydrate, wie sie z. B. in Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchten, Cerealien oder im Obst vorkommen, versorgen unseren Organismus hingegen mit einem im weitesten Sinne gesunden Maß an Energie und gelten damit – durchaus berechtigt – als unverzichtbar.